Colin Willemsen, Geschäftsentwickler | Teamlead Simulationen, HyTEPS

Schon früh entdeckte ich, dass meine Neugier vor allem von der Frage nach dem Warum angetrieben wurde: Warum verhält sich eine Anlage so, wie sie sich verhält, und wie kann man die Theorie in etwas umsetzen, das in der Praxis Sinn macht? Deshalb habe ich während meines Studiums immer wieder praktische Erfahrungen gesammelt, von der VMBO Metalltechnik über ein Praktikum in einem Transformatorenwerk bis hin zu Ferienjobs in einem Elektrounternehmen. Die direkte Verbindung von Theorie und Praxis machte das Lernen nicht nur einfacher, sondern auch logischer und relevanter.

Derselbe Antrieb führte mich über MBO und HBO Electrical Engineering zum Masterstudiengang Control Systems Engineering. In Phase to Phase habe ich meinen Abschluss gemacht und mich nach dem Abschluss auf das Verständnis und die Modellierung des Systemverhaltens konzentriert: von der dynamischen Modellierung von Synchrongeneratoren bis hin zu Stabilitätsanalysen, Kabelerwärmung, gegenseitigen Kopplungen, Sicherheitsmodellierung und der Entwicklung des Lichtbogenmoduls. Dabei stand für mich immer eine Frage im Mittelpunkt: Wie kann man eine praktische Kundenanforderung in eine technisch und organisatorisch realisierbare Lösung umsetzen?

Dieser Hintergrund deckt sich eng mit dem, wo HyTEPS heute steht. Bei HyTEPS gibt es viel Wissen und Kompetenz, und die Kombination aus Technik, Modellierung und praktischer Anwendung passt gut zu meiner Arbeitsweise. Als Teamleiter des Simulationsteams nutze ich meine Erfahrung, um die Qualität der Inhalte zu sichern und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig konzentriere ich mich auf die Geschäftsentwicklung und die langfristige technische Ausrichtung.

Digitale Zwillinge als Grundlage für zuverlässige Installationen

Vielen Industrieanlagen fehlt es an einem umfassenden Überblick. Erweiterungen und Umbauten im Laufe der Jahre führen dazu, dass die Sicherheitseinstellungen zwar für jeden Teilbereich richtig sind, aber der Zusammenhang nicht mehr gegeben ist. Die Modellierung des gesamten Netzes - der digitale Zwilling - schafft Klarheit über aktuelle Belastungen, Selektivität, Kurzschlussgrade und zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten. Simulationen decken auch Engpässe auf, die im täglichen Betrieb verborgen bleiben, im Falle eines Ausfalls aber große Sicherheits- oder Kontinuitätsrisiken verursachen könnten.

Für mich steht HyTEPS im Zentrum der komplexen Realität der modernen Elektrotechnik. Leistungselektronik, PV-Anlagen, Frequenzumrichter und auch Staulösungen machen die Anlagen dynamischer und anfälliger. Dies erfordert ein fundiertes Wissen über Stromqualität, Netzverhalten und Sicherheit, das in den Niederlanden kaum vorhanden ist. HyTEPS zeichnet sich dadurch aus, dass wir nicht nur Probleme identifizieren, sondern den gesamten Prozess steuern: von Messungen und Simulationen über Beratung und konkrete Lösungen bis hin zur tatsächlichen Inbetriebnahme. Wir sind nah an der Praxis, direkt in der "Misere", wo die wirklichen technischen Herausforderungen liegen, und das macht uns für industrielle und kritische Anlagen wertvoll.

Darüber hinaus sehe ich HyTEPS als ein Unternehmen, das die Erkenntnis in den Mittelpunkt stellt. Überwachung, kontinuierliche Messungen und Simulationen schaffen ein tiefes Verständnis dafür, was in einer Anlage wirklich passiert. Dadurch haben die von uns gesammelten Daten mehrere Funktionen: von der Reduzierung von Spannungseinbrüchen bis hin zur Untermauerung von Investitionsentscheidungen. In einer Zeit, in der das Fachwissen in der Branche unter Druck steht, ist HyTEPS ein verlässlicher Partner für Anlagenmanager - nicht, indem wir ihre Rolle übernehmen, sondern indem wir sie mit technischer Interpretation, praktischen Lösungen und Unterstützung für das Management stärken. Auf diese Weise tragen wir zu sicheren, zuverlässigen und zukunftssicheren Elektroinstallationen bei. Die Gespräche mit Christian und Daan bestätigten, dass HyTEPS über eine solide organisatorische Basis für Wachstum verfügt. Die Kombination aus starker Praxisorientierung, technisch anspruchsvollen Projekten und einem hohen technischen Niveau kommt mir vor wie die "erste Liga der Elektrotechnik".

Colin (36) lebt in Beuningen und hat eine Leidenschaft für die Jagd und Technik. Er ist ein echter Macher: aktiv draußen oder drinnen in seiner Werkstatt. Die Arbeit mit seinen Händen ist für ihn die ideale Art der Entspannung.