Bei der Realisierung eines neuen Solarparks gefährdeten strenge elektromagnetische Anforderungen eines nahegelegenen Sendemasts die Projektplanung von ProfiNRG. Wir schufen Sicherheit durch eine proaktive Diagnose und gezielte Empfehlungen zur Risikominderung, sodass ProfiNRG den Bau zuversichtlich fortsetzen kann.
Der Übergang zu erneuerbaren Energien erfordert den Bau immer größerer und komplexerer Solarparks. ProfiNRG stand kürzlich bei der Realisierung eines neuen Solarparks im Osten der Niederlande vor einer erheblichen, unerwarteten Herausforderung. Das ausgewählte Projektgebiet unterlag aufgrund der Nähe zu einer empfindlichen Sendeanlage erhöhten EMV-Anforderungen (Elektromagnetische Verträglichkeit). In großflächigen Solarparks wandeln die dort installierten Wechselrichter die erzeugte Gleichspannung (DC) in nutzbaren Wechselstrom (AC) um. Dieser notwendige Prozess erzeugt unvermeidlich hochfrequente Signale und harmonische Störgrößen, die sich über den gesamten Park ausbreiten. Unter normalen Umständen liegen diese Signale weit innerhalb der gesetzlichen Anforderungen. Ohne geeignete Maßnahmen wirkt das ausgedehnte Kabelnetz des Parks jedoch wie eine riesige Antenne, wodurch diese Signale weiträumig ausgestrahlt werden. Da ein direkter und genauer Einblick in diese Strahlung fehlte, drohten erhebliche Projektverzögerungen, unvorhergesehene Reparaturkosten und grundlegende Risiken für die Betriebssicherheit der zukünftigen Anlage.
Das erweiterte EMV-Paket stellte eine strenge Anforderung: Der Solarpark musste nachweislich unter den festgelegten Grenzwerten betrieben werden, andernfalls würde keine Genehmigung für den Netzanschluss erteilt werden. Diese strenge Auflage erforderte konkrete Nachweise aus der Praxis, um die Projektplanung abzusichern. „Man muss genug tun, um sicher zu sein, dass man innerhalb der Toleranzgrenzen bleibt, aber niemand sagt, was ‚genug‘ ist“, so Hans van Schendel – Eindhoven, Senior-Projektmanager bei ProfiNRG. Um diese Unsicherheit zu beseitigen, suchte ProfiNRG einen Partner mit fundierten Kenntnissen im Bereich Power Quality. Unsere Ingenieure setzten die Normen in eine messbare Diagnose um, sodass ProfiNRG die Kontrolle über den Bauprozess zurückgewinnen konnte.

Um eine zuverlässige Ausgangsbasis zu ermitteln, entschieden sich unsere Ingenieure für einen proaktiven Ansatz. Anstatt auf theoretische Modelle zu warten, wurde beschlossen, physikalische Messungen an einem bereits bestehenden, vergleichbaren Solarpark in Friesland durchzuführen. Die Auswahl des richtigen Standorts war ein sorgfältiger Prozess; der Referenzpark musste dieselbe Konfiguration, dieselben Abmessungen und denselben spezifischen Wechselrichtertyp aufweisen wie das geplante Projekt in Gelderland. Zudem durfte der Referenzpark nicht von anderen Solarparks umgeben sein, um externe Störungen der Messdaten zu vermeiden. Diese perfekte Abgrenzung garantierte eine zuverlässige, klare Grundlage für die technische Diagnose.
Die Messungen begannen mit einer halbtägigen gründlichen Bestandsaufnahme der lokalen Infrastruktur, gefolgt von einem arbeitsreichen Messtag auf dem weitläufigen Gelände. Um die vorhandene natürliche Hintergrundstrahlung zu erfassen, führten unsere Ingenieure zunächst eine Messung durch, während der Solarpark vollständig abgeschaltet war. Anschließend schalteten wir die Anlage ein und führten gezielte Messungen in verschiedenen vorgeschriebenen Abständen zum Park durch, um genau zu bestimmen, welcher Anteil der Strahlung tatsächlich von den Wechselrichtern ausgestrahlt wurde. Dabei nutzten wir die kontinuierliche Wellenformaufzeichnung, um das komplexe, hochfrequente Verhalten bis ins kleinste Detail zu erfassen. Mit dieser Aufzeichnungsmethode analysieren wir tatsächlich jede einzelne Mikrosekunde der elektrischen Wellenform. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da herkömmliche Messgeräte oft nur Durchschnittswerte anzeigen, die die tatsächlichen, kurzzeitigen Spannungsspitzen verschleiern. Diese Datenerfassung bildete die Grundlage für den späteren Bericht.
Nach den Feldmessungen folgten die Datenanalyse und die Berichterstellung durch unsere Ingenieure. Die Diagnose ergab, dass die hochfrequenten Emissionen dieser Standardanlage die strengen EMV-Normen am Sendemast knapp überschritten. Obwohl die gemessene Überschreitung minimal war, stellte dies ein Risiko für die Projektkontinuität in einem streng regulierten Gebiet dar, in dem Nulltoleranz gilt. Diese Einsicht in die tatsächliche Netzqualität machte unmissverständlich deutlich, dass der neu zu errichtende Solarpark mit gezielten Abhilfemaßnahmen ausgestattet werden musste, um die Emissionen erfolgreich innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte zu halten. Mit dieser Ausgangslage weiß ProfiNRG nun, woran es ist, und die Bauphase kann beginnen.
Mit dem Analysebericht hat ProfiNRG die Kontrolle darüber, die Anlage gemäß den strengen Normen zu errichten. Sobald der Park physisch errichtet ist oder wenn ProfiNRG in einer späteren Phase die geplanten Batteriesysteme hinzufügt, kann eine Untersuchung hinsichtlich der richtigen Minderungsmaßnahmen stattfinden. ProfiNRG verfügt nun über die nötige Sicherheit, wodurch die Kontinuität für die Zukunft erfolgreich gewährleistet wird.

Unser erfolgreicher und proaktiver Ansatz stellt sicher, dass kritische Anlagen auch unter extremsten Bedingungen stets funktionieren. Finden Sie heraus, wie wir auch Ihre Betriebszuverlässigkeit auf das höchste Niveau heben, indem wir Einblicke in Ihre Anlage schaffen.
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