Die Kehrseite der erneuerbaren Energien: Herausforderungen an die Netzqualität im Hangar 14

Am Amsterdamer Flughafen Schiphol sind Ausfälle keine Option. Während der Flughafen und KLM ihre Umweltziele durch die Ausstattung von Hangar 14 mit 4 MW Solarmodulen verwirklichen, entsteht eine technische Herausforderung. Die für diese erneuerbaren Energiequellen erforderlichen Wechselrichter führen häufig zu unerwünschten Störungen im Stromnetz. Dies führt zu Unsicherheiten hinsichtlich der Effizienz und Sicherheit kritischer elektrischer Anlagen und der angeschlossenen Geräte.

Ohne proaktive Maßnahmen stellen diese unsichtbaren Probleme der Stromqualität ein direktes Risiko für die Betriebskontinuität dar. Produktionsausfälle, beschleunigter Verschleiß von Komponenten und unerklärliche Störungen drohen. KLM suchte daher einen Partner, der nicht nur den Ist-Zustand erfasst, sondern die volle Verantwortung für eine technisch zuverlässige Lösung übernimmt.

Wenn es um Power Quality geht, greifen Inspektionen und Normen oft zu kurz. Die Daten, die wir mit HyTEPS gewinnen, ermöglichen es uns, optimale Lösungen zu finden!

Ton Baltus Installations-Manager Vollständige Geschichte
Messung durch Ingenieure

Diagnostik und Modellierung: Kontinuierliche Aufzeichnung der Wellenform deckt Netzrisiken auf

Um die genauen Auswirkungen der 4-MW-PV-Anlage zu ermitteln, führten wir eine eingehende Analyse durch. Unsere Ingenieure platzierten Power Quality-Analysatoren an strategischen Stellen in der Nähe mehrerer Transformatoren. Mithilfe der kontinuierlichen Aufzeichnung von Wellenformen haben wir das gesamte Verbrauchsprofil, die Leistungskapazität und die Belastung des Hangars erfasst. Mit dieser Methode können wir jedes Detail der elektrischen Spannung und des Stroms erfassen und sicherstellen, dass keine Anomalie unbemerkt bleibt.

Die Datenanalyse zeigte, dass einer der Transformatoren mit hohen ungeraden Oberschwingungen belastet war. Diese Verschmutzung stellte zusammen mit den beobachteten Spitzen, die durch das Schalten von Lasten verursacht wurden, eine direkte Gefahr für die Netzstabilität dar. Indem wir diese Ergebnisse in eine eindeutige Diagnose umsetzten, verschafften wir KLM den notwendigen Einblick in Aspekte der Stromqualität, wie z. B. die gesamte Oberschwingungsverzerrung (THD). Dieser Ansatz bildet die Grundlage für eine gezielte Lösung, die Unsicherheiten beseitigt und die Lebensdauer der Anlage verlängert.

Implementierung der Lösung: Implementierung von aktiven Oberwellenfiltern bei KLM

Auf der Grundlage unserer Messungen empfahlen wir den Einbau von aktiven Oberschwingungsfiltern (AHF). Diese Systeme reagieren blitzschnell auf schwankende Netzstörungen und beseitigen die durch die Solarmodule verursachten Oberschwingungsströme. Unsere Ingenieure haben diese Filter nahtlos in das bestehende Netz von Hangar 14 integriert. Damit haben wir eine unmittelbare Verringerung der Netzverunreinigung erreicht, sodass die Anlage nun den strengsten Normen entspricht und die Betriebssicherheit am Flughafen Schiphol gewährleistet ist.

Das Ergebnis ist eine stabile Anlage, in der die negativen Auswirkungen von Solarmodulen vollständig neutralisiert werden. Neben der Beseitigung von Störungsrisiken reduziert der aktive Oberschwingungsfilter die Blindleistungsaufnahme. Dies erhöht die verfügbare Kapazität der Transformatoren und verhindert unnötige Strafen seitens des Netzbetreibers. Darüber hinaus haben wir Empfehlungen zur Reduzierung von Einschaltströmen und zum Einsatz von „Peak Shaving“ abgegeben, wodurch KLM die Effizienz ihres Energieverbrauchs maximiert.

Ingenieur misst

Sicherheit in jedem Kilowatt

Unser Ansatz bei KLM beweist, dass Nachhaltigkeit und zuverlässige Installationen Hand in Hand gehen. Durch die rechtzeitige Erkennung von Risiken für die Stromqualität verhindern wir ungeplante Ausfallzeiten und gewährleisten die Kontinuität Ihrer kritischen Prozesse. Möchten Sie wissen, wie wir Ihre Anlage optimieren können?

HyTEPS

Beemdstraat 3

5653 MA Eindhoven

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