Bei der Installation eines groß angelegten Batteriesystems ist Sicherheit keine Option, sondern eine absolute Voraussetzung. Für iwell hat HyTEPS eine entscheidende Studie zur Einhaltung der Lichtbogensicherheit durchgeführt, in der wir potenziell lebensbedrohliche Risiken beseitigt und die Abschaltzeiten drastisch reduziert haben. Wir lieferten die technische Sicherheit, die für eine sichere Energiewende erforderlich ist.
Die Energiewende erfordert innovative Lösungen wie den beeindruckenden "MegaCube" von iwell am Eneco-Standort Utrecht Lage Weide. Mit einer Kapazität von 14.000 kWh spielt diese Anlage eine wichtige Rolle beim Ausgleich des Stromnetzes und bei der Reduzierung des Gasverbrauchs. Eine so große Kapazität birgt jedoch erhebliche, oft unsichtbare Risiken. Die Integration von sechs Containern mit Batteriesystemen und drei direkt an die Mittelspannung angeschlossenen Transformatoren schafft eine komplexe elektrische Infrastruktur. Die Herausforderung für iwell war klar: Wie können wir die absolute Sicherheit von Personal und Ausrüstung in einer Umgebung gewährleisten, in der riesige Energiemengen in Millisekunden freigesetzt werden können?
Das Bedürfnis nach Sicherheit wurde durch die strengen Anforderungen des Lieferanten Tesla noch verstärkt. Bevor Wartungsarbeiten durchgeführt werden durften, musste eine detaillierte Lichtbogenberechnung durchgeführt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine bürokratische Formalität, sondern um eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme, um tödliche Verletzungen durch Lichtbögen zu verhindern. Die Ungewissheit über die genauen Energiewerte im Falle eines potenziellen Kurzschlusses war ein Hindernis für ein sicheres Management. Wie der technische Projektleiter Kolijn Venema von iwell betont:
"Ich denke, man hat eine Art moralische Verpflichtung, dies zu tun, um die persönliche Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, die in der Nähe und an den Anlagen arbeiten.

Auf der Grundlage der technischen Unterlagen erstellte HyTEPS ein Modell, um das Verhalten der Schutzsysteme in der Anlage zu simulieren. Ziel war es, genau zu berechnen, wie viel Energie bei einem Kurzschluss freigesetzt wird und ob dies zu Personenschäden führen kann. Diese Simulation zeigte, dass die bestehenden Einstellungen der Schutzschalter und Richtlinien angepasst werden mussten, um zu verhindern, dass eine übermäßige Menge an elektrischer Energie auf eine Person überspringt.
Christan van Dorst, Manager of Technical Engineering, stellte fest, dass die berechnete Lichtbogenenergie aufgrund von suboptimalen Einstellungen zu hoch war. "Im Falle eines Lichtbogens können längere Verzögerungen im Zusammenhang mit der Kurzschlussauslösezeit dazu führen, dass gefährliche Mengen an Lichtbogenenergie aus einem Verteilerkasten freigesetzt werden", erklärte er. HyTEPS machte daraufhin einen konkreten Vorschlag, um diese Energie zu reduzieren.
Die empfohlenen Vorschläge wurden sofort umgesetzt: Die Auslösezeiten der neuen Leistungsschalter wurden auf 0,12s und 0,08s reduziert, während sie zuvor 0,48s und 0,27s betrugen. Diese Verkürzungen um 75 % bzw. 70 % sorgen für kürzere Auslösezeiten, wodurch die Energie während eines Lichtbogens reduziert und gleichzeitig die Koordinierung zwischen den Schutzeinrichtungen aufrechterhalten wird. Dadurch werden die Schaltschränke sicherer und im Falle eines Zwischenfalls wird immer das richtige Gerät korrekt abgeschaltet.
Neben den technischen Anpassungen wurden Lichtbogenetiketten installiert und die pro Schrank erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) für sicheres Arbeiten festgelegt. Kolijn Venema von iwell fasst zusammen: "HyTEPS hat uns definitiv geholfen, das Sicherheitskonzept der Anlage zu verbessern. Es war in gewisser Weise überraschend, weil wir davon ausgegangen waren, dass die Sicherheitseinstellungen eine gute Sicherheit für alle gewährleisten würden. Aber laut der Arc-Studie hat sich herausgestellt, dass das nicht ausreicht".

Flammenbögen sind ein echtes Risiko für jede Industrieanlage. Überlassen Sie nichts dem Zufall. Unsere Spezialisten analysieren Ihre Risiken und garantieren ein sicheres Arbeitsumfeld durch die Einhaltung strengster Normen.
HyTEPS
Beemdstraat 3
5653 MA Eindhoven