Gewährleistung der Sicherheit und Kontinuität für ein von verwaltetes Rechenzentrum

Zentrys konzipiert, entwickelt und verwaltet Rechenzentren. Seit mehr als zehn Jahren ist die missionskritische Infrastruktur von Kunden in den Niederlanden und im Ausland bei Zentrys in den besten Händen.

„Die Vermeidung von Ausfällen ist einer der wichtigsten Faktoren in Rechen­zentren“, weiß Kees Loer, Partner und Miteigentümer von Zentrys. „Wenn der Prozess oder das Internet ausfällt, stehen Unternehmen, aber auch zum Beispiel Krankenhäuser und Rettungsdienste, vor großen Problemen. Diese kritische Rolle der Rechenzentren wird sich nicht ändern. Vom Internet der Dinge über die Robotisierung bis hin zur Blockchain: Daten regieren die Zukunft. Ein Rechen­zentrum darf niemals ausfallen, auch nicht während Wartungs- oder Reparaturarbeiten. Das wird bereits beim Entwurf berücksichtigt, indem zum Beispiel die Energieversorgung redundant ausgelegt wird.“

Lichtbogen-scan mithilfe dessicherheitssystems
Energieniveaus bestimmen
PSA & gefahren bestimmen
Bestimmung der richtigen selektivität

Herausforderung

„Da wir nie wissen, welche Geräte ein Kunde an ein von uns verwaltetes Rechen­zentrum anschließt, sind Über­wachung und Messungen von entschei­dender Bedeutung. Diese Geräte können einen großen Einfluss auf die Elektroinstallation haben. Früher haben wir u. a. Oberschwingungen in der Elektroinstallation in einem von uns verwalteten Rechenzentrum in Groningen untersucht. Letztes Jahr hat HyTEPS auch an diesem Standort eine Lichtbogen- und Selektivitäts­studie für uns durchgeführt.

Wir wollten selbst wissen, ob eine ausreichende Selektivität in Bezug auf Lichtbögen vorlag. Die aktuelle NEN 3140 verlangt dies ebenfalls, und wir wollten uns sicher sein, dass die Installation bei allen Arbeiten sicher ist und den Normen entspricht.“

Vera Verbakel, Sales & Relation Manager bei HyTEPS und Ansprechpartner für dieses Projekt: „In einem Rechen­zentrum gibt es außer Servern auch große Kühlsysteme. Solche kritischen Anlagen müssen mindestens das soge­nannte N-1-Kriterium erfüllen. Wenn ein Fehler auftritt und ein Teil des Systems abgeschaltet werden muss, werden die Server weiterhin mit Strom versorgt. Sobald ein Teil aus­fällt, wird sofort ein anderer Teil zu­geschaltet. Wenn Geräte in einer unsicheren Situation nicht ordnungs­gemäß abgeschaltet werden, können gefährliche Situationen entstehen. Die Bestimmung der optimalen Selekti­vität muss mit großer Sorgfalt erfol­gen: Wir dürfen nicht zu schnell ab­schal­ten, aber Sicherheit und Verfüg­barkeit müssen gewährleistet sein.“

Zielsetzung

  • Aufnahme und Erfassung der elek­trischen Installation des Rechen­zentrums, Überprüfung der bereit­gestellten Daten, Erstellung eines digitalen Modells der Installation, Anbringung von Messgeräten, Analyse der Daten und Bereit­stellung von Berichten und Beratung.
  • Risikoerfassung und -bewertung im Bereich der Lichtbögen, um die Kontinuität zu gewährleisten, Risiken zu senken und die richtigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
  • Energielevel und PSA (auf der Grundlage von Normen), unsichere Verteiler und potenzielle Gefähr­dungen erkennen.
  • Bestimmen Sie die richtige Selek­tivität, damit sich die Anlage genau zum richtigen Zeitpunkt sicher abschaltet, aber die vorgeschaltete Anlage nicht ausfällt. Selektivität ist auch eine Anforderung der NEN1010, sowohl für den Überstrom- als auch für den Fehlerstromschutz.

Lösung

„Die Hauptanforderung war die Durchführung eines Lichtbogen-Scans auf der Grundlage des Schutzsystems der elektrischen Anlage“, sagt Arnau Sans, leitender Ingenieur bei HyTEPS. „Regelmäßig müssen die Mitarbeiter eines Rechenzentrums Schränke öffnen, um Sicherungen und Schutzschalter ein- und auszuschalten und andere Ar­beiten auszuführen. Natürlich wollen sie sich sicher sein, dass sie diese Arbeit sicher verrichten können. In vielen Installationen werden Kurz­schlussberechnungen verwendet, um das Schutzsystem zu definieren. Bei Lichtbögen ist dies jedoch völlig anders und daher sind Selektivitäts­probleme zu erwarten. Informationen über die elektrische Installation zusammenzutragen, ist immer eine Herausforderung. Alles muss – einschließlich Fotos – sorgfältig und ordnungsgemäß dokumentiert werden. Je nach Größe der Anlage kann dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Schritte müssen genau befolgt werden.“

Ergebnisse

Kees Loer erklärt: „HyTEPS baute ein digitales Modell der Anlage und machte sich mit Simulationen, die auf ihren Messungen und verifizierten Daten beruhten, an die Arbeit. Jetzt wissen wir genau, wo wir Anpassungen vornehmen müssen. Daran arbeiten wir bereits. Wir haben zum Beispiel gesehen, dass eine Reihe von Unter­brechern anders eingestellt werden muss. Der Lichtbogenscan hilft auch bei der Bestimmung, welche persön­liche Schutzausrüstung benötigt wird. Noch wichtiger ist, dass es dazu beiträgt, gefährliche Situationen auf ein Mindestmaß zu senken.

Ein weiterer Vorteil eines solchen Be­richts ist, dass er Input für die Spe­zi­fikation von Komponenten bietet“ ergänzt Kees Loer. „Sie bekommen ein besseres Verständnis über die Folgen von Phänomenen wie Kurzschlüssen; was fällt aus und was läuft weiter? Oberschwingungsbelastung kann zu seltsamen Störungen führen, die schwer zu erkennen sind. Je früher Sie also mögliche Probleme erkennen, desto besser. Man kann sich bestimmte Szenarien vorstellen, die für die eigene Branche wichtig sind und diesbezügliche Tests durchführen.“

 

"Der große Vorteil an einer Zusammenarbeit mit HyTEPS ist, dass Sie sich umfassend mit der Materie auseinandersetzen können, um gemeinsam optimale Ergebnisse zu erzielen. Das gefällt mir persönlich sehr gut."

Kees Loer, Gründer & Eigentümer Zentrys