Das Verhältnis von Nutzleistung zu Scheinleistung bestimmt die Effizienz Ihrer elektrischen Anlage. Ein niedriger Cos Phi (Leistungsfaktor) verursacht unnötige Energieverluste, schränkt Ihre verfügbare Leistungskapazität ein und führt häufig zu hohen Strafzahlungen seitens des Netzbetreibers. Durch die Anwendung der Cos Phi Kompensation reduzieren Sie den Blindstrom und entlasten Transformatoren und Verkabelung. In modernen Anlagen mit viel Leistungselektronik ist eine Standardkondensatorbatterie jedoch selten die sichere Lösung. Eine gründliche Analyse ist erforderlich, um Resonanzen und Defekte zu vermeiden.
Sie haben wenig Zeit? Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie wissen müssen:
Worum es geht: Reduzierung der Nicht-Nutzungsleistung(Blindleistung) zur Optimierung des Verhältnisses von Spannung und Strom.
Das Risiko: Schlechte Cos Phi führt zu Strafzahlungen auf der Energierechnung und zur Überlastung der Infrastruktur (Kabel und Transformatoren werden heiß).
Die Lösung: Installation von Kondensatorbatterien oder aktiven Filtern, die auf die jeweilige Last zugeschnitten sind.
Wichtig: In schmutzigen Netzen (viele Oberschwingungen) kann eine blinde Stromkompensation zu gefährlichen Resonanzen führen. Vor der Installation ist eine Messung erforderlich.
Dieses Thema ist besonders wichtig für Unternehmen mit großen Verbraucheranschlüssen, die mit induktiven Lasten arbeiten.
In einer Wechselstromanlage ist die Leistung nicht immer gleich der Summe aus Spannung und Strom. Wir unterscheiden drei Arten von Leistung, die häufig in einem Vektordiagramm dargestellt werden:
Cos Phi (oder Leistungsfaktor) ist das Verhältnis der tatsächlichen Leistung zur Scheinleistung. Ein Wert von 1,0 (oder 100 %) ist ideal: Die gesamte gelieferte Leistung wird sinnvoll genutzt. In der Praxis, in industriellen Umgebungen, liegt dieser Wert oft niedriger, zum Beispiel bei 0,7 oder 0,8. Das bedeutet, dass 20 bis 30 % der durch Ihre Kabel fließenden Leistung nicht sinnvoll genutzt wird, sondern Platz wegnimmt.
Ein schlechter Leistungsfaktor hat direkte Auswirkungen auf die Betriebskosten und den technischen Zustand Ihrer Anlage.
In Wechselstromanlagen mit induktiven Bauteilen kommt es immer wieder zu Blindleistungen. Die häufigsten Verursacher sind:
Hinweis: In modernen Anlagen treten zunehmend kapazitiver Leistungsfaktor (Überkompensation) oder verzerrte Blindleistung durch nichtlineare Lasten wie LED-Beleuchtung, frequenzgeregelte Antriebe und Server auf. Hier reicht die traditionelle Definition von Cos Phi nicht mehr aus und man spricht vom 'Power Factor', bei dem auch Oberschwingungsverschmutzungen eine Rolle spielen.
Die Standardlösung für Low Cos Phi ist die Installation von Kondensatorbatterien. Diese liefern die benötigte Blindleistung vor Ort, so dass sie nicht über das Netz transportiert werden muss. Es gibt jedoch verschiedene Methoden, die von der Qualität Ihrer Spannung und Ihres Stroms abhängen(Power Quality).


Bei einem Industriekunden in der Kunststoffverarbeitung drohte der Haupttransformator aufgrund einer Maschinenerweiterung überlastet zu werden. Der 1600 kVA-Transformator war auf 1500 kVA belastet. Ein neuer Transformator würde eine enorme Investition und einen Produktionsstillstand bedeuten.
Sie möchten die Betriebssicherheit erhöhen und Kosten sparen? Befolgen Sie diese Schritte:
Die Installation von Standard-Kondensatorbatterien ist in modernen, schmutzigen Netzen riskant. Wenden Sie sich an die Ingenieure von HyTEPS, wenn Ihre Situation mehr als nur eine Produktlieferung erfordert:
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