Die Energiewende setzt die Stabilität der Stromnetze stark unter Druck. Während früher vor allem die Energieversorger unter die Lupe genommen wurden, kontrollieren die Netzbetreiber (VNB und ÜNB) nun immer strenger, ob sich auch Großverbraucher und Prosumer an die technischen Spielregeln halten. Die Qualität Ihrer Inneninstallation entscheidet also direkt über die Dauerhaftigkeit Ihres Anschlussvertrages.
Mit der massiven Zunahme der Leistungselektronik (z. B. LED, EV-Ladegeräte und Wechselrichter) ist die Erfüllung dieser Anschlussanforderungen jedoch komplexer geworden. Die Nichteinhaltung ist daher nicht mehr nur ein administratives Risiko, sondern eine direkte Bedrohung für Ihren Betrieb. Sie führt nicht nur zu hohen Geldstrafen oder sogar zur Abschaltung des Stromnetzes, sondern ist oft auch die unsichtbare Ursache für interne Ausfälle und einen beschleunigten Verschleiß Ihrer Geräte.
Grid Codes - in den Niederlanden im Netcode Elektriciteit verankert - bilden die technische Grundlage für ein sicheres Stromnetz. Sie haben wenig Zeit? Das sind die wichtigsten Punkte, die Sie wissen müssen:
Gesetzliche Anforderung: Grid Codes sind die technischen Anforderungen, die Ihre Anlage erfüllen muss, um an das Stromnetz angeschlossen zu werden.
Verkehr in beide Richtungen: Es geht nicht nur darum, was Sie verbrauchen, sondern zunehmend auch darum, was Sie "verschmutzen" oder rückkoppeln(Oberwellen, Blindleistung).
Finanzielle und betriebliche Auswirkungen: Die Nichteinhaltung dieser Bedingungen kann zu Geldstrafen, erzwungenen Abschaltungen durch den Netzbetreiber (DSO/TSO) oder der Verweigerung von Neuanschlüssen führen.
Lösung: Messungen an der Übergabestelle (PCC) sind aussagekräftig. Die Einhaltung der Vorschriften kann durch Technik und Hardware wie aktive Filter erreicht werden.
Die Regeln für die Netzstabilität werden immer strenger. Während früher vor allem die Schwerindustrie mit strengen Auflagen konfrontiert war, gilt dies heute für fast alle Großverbraucher. Diese Informationen sind entscheidend für:
Dies ist vor allem in Sektoren mit starker Leistungselektronik oder Eigenerzeugung von Bedeutung, wie z. B. in der Industrie, in Rechenzentren, Krankenhäusern und im maritimen Bereich (bei Landstromanschlüssen).
Netzkodizes (in den Niederlanden häufig im Netcode Elektriciteit niedergelegt) sind die technischen Spielregeln, die die Zuverlässigkeit des Stromnetzes gewährleisten. Sie beschreiben die Rechte und Pflichten zwischen dem Netzbetreiber (DSO oder TSO) und der angeschlossenen Partei (Sie als Kunde oder Erzeuger).
Man kann es mit den Anforderungen an die Abwasserentsorgung vergleichen: Sie dürfen an die Kanalisation angeschlossen werden, solange Sie keine giftigen Stoffe einleiten, die das System beeinträchtigen. In der Elektroinstallation geht es nicht um Chemikalien, sondern um elektrische Phänomene wie Oberschwingungsverschmutzung, Spannungsschwankungen und Blindstrom.
Das Herzstück ist der PCC: Die Anforderungen gelten für den Point of Common Coupling (PCC), den Übergabepunkt. Dies ist die physische Grenze zwischen dem öffentlichen Netz und Ihrer privaten Anlage.
Nuance: Viele Menschen denken bei Power Quality an die EN 50160. Beachten Sie, dass es sich dabei um eine Spannungsnorm handelt, die beschreibt, was Sie erhalten. Bei den Anschlussbedingungen geht es oft um die Stromqualität, die Sie verursachen oder zurückgeben. Sie sind für Ihre eigene Verschmutzung verantwortlich.
Das Ignorieren von Anschlussanforderungen ist keine Option mehr. Die Energiewende setzt das Stromnetz stark unter Druck. Die Netzbetreiber setzen daher die Vorschriften immer strenger durch. Die Auswirkungen einer Nichteinhaltung sind enorm:
Die Diskrepanz zwischen Anlagen- und Netzcodes entsteht selten durch ein einzelnes Gerät, sondern durch die Summe der modernen Technologien. Wo früher lineare Lasten (wie Glühbirnen und direkt geschaltete Motoren) die Norm waren, beobachten wir heute eine Verlagerung hin zu nichtlinearen Lasten.
Hauptverursacher:
Die Situation: Ein mittelständisches Fertigungsunternehmen in der Metallindustrie wollte mit zwei neuen Schweißrobotern und einer großen Presse expandieren. Bei der Beantragung der Anschlusserweiterung verlangte der Netzbetreiber den Nachweis, dass durch die neue Situation keine unzumutbare Netzbelastung ("Belästigung") entstehen würde.
Problem: Die bestehende Anlage war in Bezug auf die Oberschwingungsbelastung (THDi) bereits am Limit. Die Hinzufügung der Roboter würde die Grenzwerte des Grid Codes überschreiten, so dass die Gefahr besteht, dass das Vorschaltgerät abgelehnt wird.
Analyse: HyTEPS führte eine Basismessung (Power Quality Analyse) durch und simulierte die Auswirkungen der neuen Maschinen. Dabei zeigte sich, dass insbesondere die 5. und 7. Oberschwingungen die Grenzwerte überschreiten würden.
Lösung: Man entschied sich für die Installation eines aktiven Oberwellenfilters (AHF). Dieses System misst kontinuierlich die Verschmutzung und leitet einen Gegenstrom ein, um die Oberwellen zu neutralisieren.
Ergebnis: Die "Verschmutzung" am Übergabepunkt (PCC) lag weit unter den Normen. Der Netzbetreiber genehmigte die Erweiterung und die Betriebssicherheit der Anlage blieb gewährleistet.
Die Einhaltung der Grid Codes ist ein fortlaufender Prozess, keine einmalige Aktion. Sie können ihn auf drei Ebenen angehen:
1. Betriebliche Quick Wins (Diagnose)
2. Bauliche Maßnahmen (Engineering)
3. Hardware & Entschärfung (Lösung)
Sie müssen kein Experte für Netzqualität sein, das ist unsere Aufgabe. Beauftragen Sie einen Ingenieur von HyTEPS, wenn:
Wir analysieren Ihre Anlage mit fortschrittlichen Messungen und Simulationen. Nicht, um Ihnen ein Produkt zu verkaufen, sondern um die Ursache gezielt anzugehen. So stellen wir sicher, dass Sie die Anforderungen erfüllen und kostspielige Ausfallzeiten vermeiden.
Vertiefen Sie die Thematik auf diesen Seiten:
Vermeiden Sie Überraschungen durch den Netzbetreiber oder unerwartete Ausfälle. Haben Sie Fragen zur Einhaltung der Grid Codes? Sprechen Sie mit einem Ingenieur von HyTEPS für eine unverbindliche Situationsanalyse.
HyTEPS
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